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Geschichte

Seit mehr als 55 Jahren ist das Zentrum Innere Führung dafür verantwortlich, dem Führungspersonal der Bundeswehr die Konzeption Innere Führung mit dem Leitbild vom „Staatsbürger in Uniform“ zu vermitteln, sowie sie entsprechend der gesellschaftlichen Veränderungen weiter zu entwickeln. Auf diese Weise leistet es seinen Beitrag zur Integration der Bundeswehr in Staat und Gesellschaft und gewährleistet, dass Innere Führung nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt werden kann.

Übergabe der Truppenfahne an das ZInFü

Übergabe der Truppenfahne an das ZInFü (Quelle: ZInFü)Größere Abbildung anzeigen

Am 1. Oktober 1956 wurde die „Schule der Bundeswehr für Innere Führung“ in Dienst gestellt. Fortan sollten hier vor allem die Kommandeure und Kompaniechefs, aber auch die Kompaniefeldwebel der Bundeswehr aus- und fortgebildet werden. Obgleich bei Indienststellung der Schule noch keine Lehrräumlichkeiten vorhanden waren, beschloss der erste Kommandeur, Oberst Artur Weber, dennoch, den Lehrbetrieb aufzunehmen. So fanden die verschiedenen Lehrgänge zunächst an unterschiedlichen Orten in der gesamten Bundesrepublik statt, während der Stab bei der Abteilung VII des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln untergebracht wurde.
Als Bundeskanzler Konrad Adenauer am 27. November 1956 einen dieser Lehrgänge besuchte, stellte er mit Verwunderung fest, dass die Schule über kein eigenes Gebäude verfügte. Es ist wohl seiner Unterstützung zu verdanken, dass die Schule im Februar 1957 ihr heutiges Hauptgebäude auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz beziehen und am 11. März den Lehrbetrieb aufnehmen konnte.

Anfänglich gliederte sich die Schule in zwei militärische Lehrgruppen und einen zivilen „Wissenschaftlichen Forschungs- und Lehrstab bei der Schule der Bundeswehr für Innere Führung“ (WFL-Stab). Dieser wurde 1968 in das „Wissenschaftliche Institut für Erziehung und Bildung in den Streitkräften“ überführt und ein Jahr später aus der Schule ausgegliedert und nach Heide bei Siegburg verlegt; daraus entstand später das „Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr“. Die in Koblenz verbliebenen Dozenten wurden in der „Wissenschaftlichen Gruppe“ zusammengefasst. Diese verfügte mittlerweile über vier Lehrgruppen und einen Spezialstab für Ausrüstung, Truppenversuch und Vorschriften (ATV-Stab). Im Februar 1973 wurde die Schule neu gegliedert und alle Lehrstabsoffiziere und Dozenten in einem „Wissenschaftlichen Lehrstab“ zusammengefasst.

Mit Auftrag des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Harald Wust, sollte die Schule künftig das Zentrum der Streitkräfte für sämtliche Fragen der Inneren Führung in Konzeption und Anwendung sein. Am 1. Januar 1981 erfolgte dann auch die Umbenennung in „Zentrum Innere Führung“. Gleichzeitig wurde dem Zentrum die Leitfunktion im neu eingerichteten „Aufgabenverbund Innere Führung“ übertragen.

Am 9. Oktober 1984 erhielt das Zentrum Innere Führung seine Truppenfahne; am 8. September 1992 erfolgte die Verleihung eines Fahnenbandes durch den damaligen Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Rudolf Scharping.
Mit der im Oktober 1990 einsetzenden Ausbildung der Offiziere der ehemaligen Nationalen Volksarmee leistete das Zentrum einen wichtigen Beitrag zur Schaffung der „Armee der Einheit“. Ferner trägt das Zentrum seit der im Mai 1993 durchgeführten Führerausbildung des „Deutschen Unterstützungsverbands Somalia“ (im Rahmen von UNOSOM II) durch die Ausbildung von Führungs- und Schlüsselpersonal deutscher Einsatzkontingente wesentlich zu deren Vorbereitung und somit Professionalisierung bei. Seit April 1994 ist das Zentrum auch in Strausberg präsent um die Möglichkeiten der Hauptstadt Berlin für die Lehre zu nutzen.

Am 4. Mai 2006 gründeten im Zentrum Innere Führung 43 aktive und ehemalige Angehörige des Zentrums den „Freundeskreis Zentrum Innere Führung e.V.“. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens fand im November 2006 ein feierlicher Festakt in Anwesenheit des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, am Zentrum statt.

Zum 1. April 2013 wurden dem Zentrum zahlreiche, bis dato ministerielle Aufgaben übertragen und die Bereiche „Beauftragter für Erziehung und Ausbildung des Generalinspekteurs der Bundeswehr“ und „Innere und Soziale Lage“ neu aufgestellt. Seit dem 1. Juli 2014 führt es truppendienstlich das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam und das Militärhistorische Museum in Dresden und Berlin-Gatow.

Am 1. August 2017 ist das Zentrum Innere Führung direkt dem Generalinspekteur der Bundeswehr unterstellt worden.

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Stand vom: 09.10.17


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